Die Schmuckdesignerin und Goldschmiedin Dora Quintero

Lebenslauf von Dora Quintero

Foto de Dora Quintero

Dora Quintero kam in Esmeraldas (Ecuador) zur Welt, wo sie die ersten Jahre ihrer Kindheit verbrachte. Sie ist Pädagogin, studierte das traditionelle Gedankengut der Bevölkerung der Anden und lernte Kichua (ecuadorianische Version des Quechua).

Schmuckdesignerin und Goldschmiedin

Seit 1997 bildete sie sich am Instituto de Formación Técnica de la Mujer (IFTEM) zur Silber- und Goldschmiedin aus. Anfangs 2003 gründete sie das Atelier Enjoy-Arte, wo sie seitdem die von ihr entworfenen Schmuckstücke herstellt.

Dora Quintero benutzt für ihre Schmuckkreationen naturbelassene und bearbeitete Teile der Spondylusmuschel, Schmucksteine, Süsswasserperlen, afrikanische Glasperlen, Keramik und Details aus Gold. Ihr aktuelles Design ist das Resultat ihrer Studien der gestalterisch symbolischen Elemente überlieferter Schmuckstücke präkolumbischer Kulturen der Anden und Ecuadors.

Im Mai 2007 wurde Dora Quintero als Teil einer ecuadorianischen Künstlergruppe durch den Fondo Cubano de Bienes Culturales an das erste Treffen des Proyecto Cultural Cienfuegos entre Cuba y Ecuador nach Kuba eingeladen.

Dora Quintero stellte zum Jahreswechsel 2006/2007 ihre Schmuckstücke – gemeinsam mit aktuellen Werken der Künstlerin Vicky Camacho – in der Galerie und Buchhandlung Pomaire in Tumbaco aus.

Im November 2005 wurde sie als Ausstellerin an die Internationale Messe Aconcagua (Feria Internacional Aconcagua) in Mendoza (Argentinien) eingeladen.

Dora Quintero stellte zusammen mit andern Schmuckgestalterinnen an folgenden Orten aus: Centro Arte in Guayaquil, Hotel Colón in Quito, Galería Bambú in Santa Cruz (Galápagos), Patio Andaluz in Quito.

In Tumbaco unterrichtet sie in ihrem Atelier Goldschmieden und Schmuckdesign (Spanisch).

Dora Quintero führte eine Gruppe von Kunsthandwerkerinnen und Künstlerinnen zusammen, welche ihre Arbeiten gemeinsam ausstellen und sich untereinander fachlich austauschen.

Autorin

Dora Quintero beschäftigt sich mit den verschiedenen kulturellen Erscheinungen ihres Landes. Sie schrieb verschiedene Erzählungen, Artikel über ecuadorianische Künstler und beschäftigt sich mit Poesie.

Im Mai 2006 veröffentlichte sie zusammen mit Claude Roulet in spanischer Sprache das Buch La Venadita, ein Bericht über das Leben und die Arbeit von María Plácida Rodríguez, Geburtshelferin und Heilerin in den ecuadorianischen Anden.

Dora Quintero ist Autorin des Buches Los espíritus del más allá (1998 spanisch), welches zehn Erzählungen über Gestalten der Mythologie der schwarzen Bevölkerung der Provinz Esmeraldas enthält.

Mit dem Text Las lágrimas que no se pueden llorar erhielt sie im Jahr 1997 einen Preis im Wettbewerb Mujer: imágenes y testimonios.

Sie ist Mitautorin des Buches El amor contra el poder (1996), in welchem die Erfahrungen der Familie Restrepo Arismendy geschildert werden, deren beide minderjährigen Söhne durch die ecuadorianische Polizei ermordet und zum Verschwinden gebracht wurden.

Im Jahr 1995 gewann sie mit dem Lebensbericht über die Arbeit von María Alarcón, 'Yo, compañera de partos', den Wettbewerb Mujer cara al mundo.

Seit Jahren interessiert sich Dora Quintero für die Arbeit der traditionellen Geburtshelferinnen in den ländlichen Orten der schwarzen und indigenen Bevölkerung, beschäftigt sich mit deren Denken, Weltbild, magischen Vorstellungen und Traditionen, erforscht die Anwendung der Heilpflanzen, geheime Formeln und Rezepte.

Zudem sammelte sie Geschichten und erzählte Beispiele des mystisch religiösen Weltbildes der schwarzen Bevölkerung der Provinz Esmeraldas. Die Veröffentlichung dieser Arbeit steht noch an.

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